Anna Guðjónsdóttir
'Blick auf Schüttorf' (in der Ausstellung zu sehen) gehört zu einer Reihe von elf Ölgemälden, die Anna Guðjónsdóttir in ihrer Ausstellung anlässlich der Verleihung des Kunstpreises der Stadt Nordhorn 2002 als fugenlos aneinander gefügtes Gesamtbild gezeigt hat. Gestischer Farbauftrag und darauf gesetzte fragmentartige Landschaftsskizzen bewirken ein ambivalentes Erscheinungsbild zwischen 'autonomem' Farbraum und 'imaginärem' Landschaftsraum. Eingerahmt werden diese Tafeln von zwei großformatigen 'Vitrinenbildern', deren irritierende Komplexität durch einen spiegelnden Lacküberzug noch gesteigert wird.

Im Ausstellungskatalog geht Jens Asthoff auf die spezifische Arbeitsweise Anna Guðjónsdóttirs ein: Sie "arbeitet mit einer Logik des Arrangements, in der die eigenständigen Werke zugleich wie Gelenkstellen im thematischen Kontext fungieren und so über eine bloße Bilderschau hinaus ein verdichteter Kontext entsteht. Guðjónsdóttir demonstriert hier die Begegnung von Landschaft und Bild als 'unsicheres Terrain' – so der Nordhorner Ausstellungstitel – als prospektive und neu zu erfindende Räume, als Areale wechselseitiger Ausdeutung: Wie gelingt in Gemälden (und verwandten Bildformen) die Imagination von Landschaft, und welche Möglichkeiten entfacht die Darstellung von Naturraum im Feld der Malerei."
(Jens Asthoff: Das Bild als begehbarer Raum, in: Anna Guðjónsdóttir: Unsicheres Terrain. Städtische Galerie Nordhorn 2003)

Bild: 'Europäische Vitrine mit leeren Glasböden'; 338 x 432 cm (zweiteilig); Öl und Lack auf Nessel; 2002
Text: Inge Krause


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