Eckhard Karnauke
Viele Landschaften werden mit einem spezifischen Licht in Verbindung gebracht; berühmt ist das Licht der Provence, berühmt auch der Himmel über der Toskana. Doch möglicherweise entspringt das Gefühl, auf Reisen sich unter einem jeweils anderen Himmel zu befinden, eher dem Zusammenspiel von Landschaft, Architektur und Sonnenlicht als dem puren Anblick des Himmels selbst. Dies mag auch der Grund dafür sein, dass Reisende kaum ihre Objektive einfach auf das Firmament richten, sondern meist einen Ausschnitt der Landschaft oder Architektur mitfotografieren, obgleich es das Licht ist, von dem sie fasziniert sind.
Eckhard Karnaukes Installation zeigt drei Fotos der Sonne, die an drei unterschiedlichen Orten (Irland, Wexford County; Belgien, Borinage; Hamburg) aufgenommen wurden. Sie enthalten die Frage, inwieweit sie charakteristisch sind für die Landschaft, in der sie entstanden sind, oder ob eine topographische Zuordnung durch den Betrachter erst nach der Information über den Entstehungsort erfolgt. Ist Bedeutung eine Angelegenheit, die den Tatsachen innewohnt, oder wird sie ihnen jeweils injiziert?

Bild: 'Ohne Titel, (3 Sonnen)'; je 40 x 40 cm; 3 Schwarzweißfotografien auf Aluminium und 3 unterschiedlich getönte Glasscheiben
Text: Leonhard Emmerling


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